Mitarbeiten

Nicht ohne Euch!

Die Indianerarbeit basiert auf Spenden und ist nur möglich, weil zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter eine Ferien- oder Urlaubswoche, sowie viele Vorbereitungs-Wochenenden in das Projekt investieren. Neben den Camp-Mitarbeitern ist die Arbeit auch auf ehrenamtliche Hilfe z.B. beim Lagerauf- und abbau angewiesen. All diese Menschen tragen dazu bei, den Indianerkindern und ihren Familien Hoffnung im oft schwierigen Alltag zu schenken.

Wir als GJW möchten mit der Indianerarbeit, ausgegrenzten und benachteiligten Kindern Hilfe bieten. Wir wollen sie fördern, stärken und unterstützen, sodass eine Kriminalitätskarriere vorgebeugt werden kann. Auch ist es uns wichtig, den Kindern Verständnis für ihre Familiensituation zu bieten und vor allem, auch den Kontakt zu dem inhaftierten Elternteil zu fördern.

Mitarbeitende gesucht

Für das nächste Indianer Camp, das vom 08.08. - 15.08.2020 in Mägdesprung bei Harzgerode (Harz) stattfinden wir, suchen wir noch dringend (männliche) Mitarbeiter als Zeltbetreuer. Du solltest nach Möglichkeit 25 Jahre oder älter und eine "gestandene Persönlichkeit" sein. Wer Lust hat, eine Woche als Indianer zu verbringen und eine geniale Arbeit zu unterstützen kann uns kontaktieren. Pflicht für alle Mitarbeiter ist der Besuch wenigstens eines der 3 Vorbereitungstreffen und die Vorlage des erweiterten Führungszeugnis (max. 3 Monate alt). Was dich als Mitarbeiter erwartet, erfährst du unter dem Punkt Aufgabenbereiche.

Aufgabenbereiche

Häuptling

  • Der Häuptling organisiert die Vorbereitungstreffen, bereitet sie vor und leitet diese.
  • Der Häuptling ist mit der Leitung des Indianerlagers betraut. Dazu gehören Vor-, Nachbereitung und Durchführung der Freizeiten.
  • Der Häuptling ist Leiter des Mitarbeiterteams. Er begleitet ihre Arbeit, indem er auf der Freizeit als Ansprechpartner und Seelsorger zur Verfügung steht. Er achtet auf Stärken und Begrenzungen seiner Mitarbeiter, setzt sie gezielt ein und spricht sie, wenn nötig, korrigierend an.
  • Er achtet auf ein gutes Klima und das Einhalten von Regeln auf dem Lager und übt Kontroll-, Fürsorge- und Schutzfunktion aus. Bei wichtigen Entscheidungen hat er das letzte Wort.
  • Er achtet auf ein gutes, abwechslungsreiches Programm.
  • Er nimmt die Kinder in Empfang
  • Zu seinen Tätigkeitsfeldern gehört die Öffentlichkeitsarbeit, das heißt, er ist Ansprechpartner für Presse und Rundfunk.
  • Wer Häuptling werden möchte, muss ausreichend Erfahrung auf dem Lager gesammelt haben und mit der Arbeit vertraut sein. Er muss von Gott die Berufung haben, für die Kinder von Strafgefangenen zu arbeiten und geistliche Leitungsfähigkeit besitzen, Kinder und Mitarbeiter zu führen

Organisation / Finanzen

  • Verantwortlich für die organisatorische Leitung und die Indianerkasse.
  • Er ist der Stellvertreter des Häuptlings, außer in inhaltlichen Dingen. Zu dessen Entlastung ist er auch primärer Ansprechpartner für alle Mitarbeiter, wenn es nicht um geistliche / inhaltliche Fragen geht.
  • Er nimmt die wichtigen Unterlagen der Kinder entgegen (Freizeitpass, KV-Ausweis, Impfausweis…) und verwahrt Taschengeld, Spielgeräte, Handy...
  • Sämtliche Ausgaben werden vorher mit ihm abgesprochen und auch wieder abgerechnet.
  • Alle Anmeldungen zu den Vorbereitungstreffen und zum Indianerlager laufen über ihn
  • Er ist verantwortlich für die Einhaltung des Budgets und die Kasse, auch gegenüber dem GJW
  • Er erarbeitet den Haushalt für das nächste Jahr gemäß den Anforderungen des Indianerlagers

Sani

Die entlegene Lage und der fehlende Handyempfang stellen im Notfall ein ernstes Problem dar. Entgegen anderen Indianerlagern sind deswegen mind. 2 Sanis notwendig (wenn möglich männlich und weiblich)

  • Sie sind verantwortlich für die Erste Hilfe und die Gesundheit der Kinder und Mitarbeiter.
  • Sie verwahren die Medikamente der Kinder und ggf. der Mitarbeiter (keine Medikamente in den Zelten, kühl und dunkel lagern…) Zahnspange, Brille, etc. kann hier ebenfalls verwahrt werden.
  • Sie erstellen eine Medikamentenplan und überwachen die Einnahme der mitgebrachten Medikamente bei den Kindern
  • Sie begleiten nach Möglichkeit die Kinder bei einem notwendigen Krankenhaus- oder Arztbesuch
  • Es bleibt immer ein Sani bei den Kindern. Niemals dürfen die Kinder ohne ausreichende 1. Hilfe-Möglichkeit gelassen werden.
  • Sie legen die hygienischen Vorschriften auf dem Lager fest und kontrollieren diese (incl. Küche)
  • Sani kann nur werden, wer über eine ausreichende Qualifikation und Praxiserfahrung verfügt. Sie / Er muss in der Lage sein, selbstständig und eigenverantwortlich agieren zu können.

Küchenteam

  • Für den Küchenbereich haben nur die Küchenmitarbeiter Zutritt! Ausnahmen gelten nur in Absprache mit diesen.
  • Das Küchenteam ist für die Gesamtorganisation der Küche vor, während und nach dem Lager zuständig.
  • Alle Küchenmitarbeiter benötigen einen Gesundheitspass. Anfallende Gebühren werden ggf. erstattet.

Vor Beginn des Lagers

  • Es stellt den Speiseplan für die Freizeitwoche zusammen, kalkuliert Lebensmittel sowie benötigte Gelder und organisiert die Einkäufe. Am An- und Abreisetag sorgen die Küchenmitarbeiter für eine gute Versorgung der Angehörigen (Kaffee, Kuchen evtl. Mittagessen).

Auf dem Lager

  • Die Küchen-MA achten auf Ordnung, Sauberkeit und hygienische Vorschriften. (Vom Mittagessen muss immer eine komplette Probe im Kühlschrank aufgehoben werden.)
  • Die MA behalten die Vorratshaltung im Blick. Leicht verderbliche Lebensmittel werden im Kühlschrank gelagert und dem schnellen Verzehr zugeführt. Essensspenden wie Obst, Kuchen werden entgegengenommen und zügig verarbeitet. Essensreste werden ordnungsgemäß entsorgt.
  • Rund um die Uhr sollte Tee zum Trinken bereitgehalten werden.
  • Die Küchen-MA gewährleisten, dass Mahlzeiten pünktlich eingenommen werden können und organisieren die Versorgung bei Ausflügen.
  • Sie verteilen das Mittagessen und heben die Tischgemeinschaft auf.
  • Beim Decken der Tische und beim Abwaschen werden sie von Kindern und deren MA unterstützt. Diese müssen angeleitet werden und am Ende eines Tages werden Punkte vergeben. Falls zwischendrin mehr Hilfe benötigt wird, sind die MTOs erste Ansprechpartner.
  • Der Gerüstpavillon ist zentraler Anlaufpunkt auf dem Lager. Es sollte Kindern, Mitarbeitern (und Gästen) immer offenstehen. Der Pavillon ist häufig Ruhe- und Stärkungsort. Als Küchen-MA hat man die Möglichkeit, alle Kinder gleichermaßen kennenzulernen (Küchendienst) und sich dennoch Zeit für einzelne zu nehmen.

Nach dem Lager

  • Wenn das Lager abgebaut wird, sind Küchen-MA für ihren Bereich zuständig. Alles Geschirr und sonstige Utensilien sind gründlich zu reinigen und sorgsam zu verpacken. Lebensmittel sind getrennt zu verpacken. Nach Möglichkeit sollten Lebensmittel mit Ende des Lagers aufgebraucht sein.

Zeltbetreuung

  • Am Anreisetag nehmen die Zeltbetreuer ihre Kinder mit in Empfang und räumen mit ihnen das Zelt ein. Isomatten werden ausgelegt, Luftmatratzen aufgepumpt und Schlafdecken herbeigeschafft. Schlafsäcke kontrolliert
  • Sie sind verantwortlich für eine gute Zeltatmosphäre und achten darauf, wie die Kinder im Zelt miteinander umgehen! Ausgrenzungen wollen wir entgegenwirken.
  • Zeltbetreuer sind die wichtigsten Ansprechpartner der Kinder bei Fragen, Sorgen und Problemen.
  • Sie unterstützen die Sanis bei der Medikamentengabe an die Kinder.
  • Zeltbetreuer vollziehen mit ihren Kindern gemeinsam den Tagesablauf. Sie wecken sie, helfen bei Anziehen und Zeltordnung. Sie haben einen Blick darauf, dass ihre Kinder an den Mahlzeiten teilnehmen und bei Ausflügen immer vollzählig sind. Auch gestalten die Zeltbetreuer den Tagesabschluss im Zelt.
  • Sie kontrollieren gelegentlich morgens die Schlafsäcke und sprechen ihre Kinder ggf. diskret auf die Problematik des Bettnässens an. Manche Schamgrenze lässt sich überwinden, wenn die Windelhosen in einem Mitarbeiterzelt angezogen werden können.
  • Jedes Kind wird von seinem Betreuer angehalten, sich am Morgen und Abend zu waschen und die Zähne zu putzen. Mindestens einmal in der Woche solle jedes Kind duschen, wobei der Betreuer für den Blickschutz zuständig ist.
  • Bei Gewitter oder Unwetter gehen alle Teilnehmer insHaus! Die Gruppenleiter achten darauf, dass ihre Kinder vollzählig sind.
  • Kein Mitarbeiter verlässt mit einem Kind allein das Lager! 

Mitarbeitende für Technik und Organisation

  • Von MTOs wird erwartet, dass sie stets ein offenes Auge und Ohr für das Lager, die Kinder und die anderen Mitarbeiter haben. Sie sind in erster Linie für alle praktischen Arbeiten auf dem Lager zuständig und achten dabei auch auf Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit auf dem Lagerplatz
  • Sie sind zuständig für das Lagerfeuer am Abend.
  • Die MTOs sorgen dafür, dass immer genügend Holz vorhanden ist (eventuell auch Kinder zum Holz tragen bzw. sammeln mit einbeziehen).
  • Bei der Zubereitung von Stockbrot ist darauf zu achten, dass reines Holz verbrannt wird!

Tipis und andere Zelte

  • Beim Verlassen des Lagers müssen die Zelte vorsorglich geschlossen sein.
  • Die MTOs haben einen Blick auf die Zeltordnung damit bei Regen nichts an den Zelthäuten liegt und nass wird.
  • Bei auftretenden Schäden (z.B. Risse im Eingang) muss sofort gehandelt werden, damit nicht noch größerer Schaden entsteht.
  • MTOs sind für die Vergabe von Zeltordnungs- und Kreativpunkten zuständig.

Materialzelt

  • Ein MTO ist hauptverantwortlich für das Materialzelt. Er räumt es ein und hat den Überblick, welches Material vorhanden und wo es zu finden ist. Er sorgt mit Unterstützung durch alle Indianermitarbeiter für Ordnung.
  • Kinder haben keinen Zutritt. Die MTOs geben Spielgeräte und Bastelmaterial heraus und nehmen es wieder entgegen.

Waschraum / Toiletten

  • Im Waschraum sind täglich mindestens zwei frische Handtücher aufzuhängen und für Nachschub an Flüssigseife ist zu sorgen.
  • Einmal am Tag werden die Toiletten und Waschräume gereinigt.

Fahrdienste

  • Am An- und Abreisetag übernehmen MTOs Fahrten zum Bahnhof, um Kinder oder Angehörige abzuholen bzw. wegzubringen.
  • Sie unterstützen die Küche bei Einkäufen.
  • Bei Bedarf übernehmen sie Fahrten zum Arzt oder ins Krankenhaus.

Unterstützung der anderen Mitarbeiter

  • MTOs helfen, wo Hilfe gebraucht wird!
  • Sie unterstützen andere Mitarbeiter und versuchen, ihre Wünsche nach Möglichkeit zu erfüllen.
  • Nach getaner Arbeit spielen sie mit den Kindern, helfen bei Bastelarbeiten und Geländespielen.
  • Sie entlasten gegebenenfalls die Zeltbetreuer, indem sie beispielsweise deren Kinder zu Bett bringen.
  • Für Neugierige / Fremde, die das Lager vom Zaun aus anschauen, sollten sie sich Zeit nehmen und Auskunft geben über unsere Arbeit.

Werde Mitarbeiter oder Mitarbeiterin auf dem Indianerlager

Du möchtest gerne mitarbeiten? Super, dass freut uns. Melde dich einfach bei Ha-Jo.